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Noch immer erleiden Millionen von Tieren Höllenqualen bei Tiertransporten.
Unbegrenzte Transportzeiten, qualvolle Enge, drückende Hitze und unerträglicher Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa nach wie vor aus.

Anlässlich des Aktionstages gegen Tiertransporte am 1. Juli fordert der Tierschutzverein Marienberg und Umgebung e.V. die grauenhaften Zustände zu beenden.

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Quelle: Wikipedia | Source=Собствена творба | Author=Izvora

Die angekündigte Überarbeitung der EU-Transportvorschriften hinsichtlich der Transportzeiten und Ladedichten muss kompromisslos an den Bedürfnissen der Tiere ausgerichtet sein und endlich zu einer Verbesserung aus Tierschutzsicht führen.

Denn das System funktioniert nur auf Kosten der Tiere: Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Die Tiere leiden wegen der unerträglichen Enge in den Transportern, der oft drückenden Hitze, quälendem Durst und Schmerzen, aufgrund von Verletzungen. Kommen sie nach Tagen am Zielort an, sind sie meist völlig entkräftet und viele brechen vor Erschöpfung zusammen.

Die Tiere werden sogar häufig mehrfach in ihrem Leben Transport-Torturen ausgesetzt:
Wird ein Kalb zum Beispiel in Bayern geboren, wird es zum Mästen nach Niedersachsen verfrachtet und von dort aus zum Schlachten nach Nordrhein-Westfalen. Das Verfahren gibt es europaweit. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben. Pferdetransporte von Litauen nach Italien, Schweinetransporte von Dänemark nach Osteuropa: Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. Vielfach werden die Tiere tagelang durch Europa und weiter gekarrt, nur um geschlachtet zu werden. „Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Tiere solchen Strapazen ausgesetzt werden“ kritisiert der Tierschutzverein.

Neue europäische Gesetze mit alten Problemen.

2007 ist eine europäische Verordnung zum Schutz der Tiere beim Transport in Kraft getreten. Sie stellt jedoch nur einen Kompromiss dar, weil sich die Mitgliedsstaaten nicht einigen konnten. Entsprechend lasch sind die Vorschriften: Die Transportzeiten sind viel zu lang, das Platzangebot für die Tiere zu gering und die erlaubten Temperaturen in den Transportern zu hoch. Obwohl im Jahr 2011 mehr als eine Million Bürgerinnen und Bürger eine Petition unterzeichneten, in der gefordert wird die Dauer von Schlachttiertransporten auf acht Stunden zu begrenzen und auch die Mehrheit der Abgeordneten des EU Parlamentes diese Forderung unterschrieben, hält der zuständige EU Kommissar Dalli eine Überarbeitung der Verordnung nicht für notwendig.

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  • letzte Änderung: Dienstag, 12. Dezember 2017