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Foto: Uwe Gille / Wikipedia

Fehlende Registrierung der Heimtiere kostet jährlich 20 Millionen Euro

Mehr als 400.000 "herrenlose“ Fundtiere landen bei den Tierschutzvereinen oder werden von privaten Findern beherbergt. Nur jedes dritte Haustier ist registriert und damit im Verlustfall geschützt. Alle anderen vermissten Tiere können im Fall der Fälle nur sehr schwer oder gar nicht an die Besitzer zurück vermittelt werden. Sie landen in Tierheimen, wo sie manchmal viele Tage, Wochen oder sogar Jahre ihr Dasein fristen müssen. Die Kosten für die Unterbringung der unregistrierten Fundtiere belaufen sich hochgerechnet auf 20 Millionen Euro pro Jahr.

Katzen laufen 10 mal so häufig weg wie Hunde. Aber nur jede 5. Katze ist registriert.

Nur jede 5. Katze in Deutschland ist registriert. Das bedeutet, dass 4 von 5 Katzen oder 6,1 Millionen Samtpfoten im Verlustfall wahrscheinlich nicht mehr nach Hause finden. Dabei laufen Katzen 10-mal so häufig weg wie Hunde. Aber nur 20 Prozent aller Katzen in Deutschland sind überhaupt registriert. Völlig unverständlich, da hunderttausende entlaufene Katzen problemlos zurück vermittelt werden könnten, wenn sie nur registriert wären.

Kennzeichnung, Tätowierung, Chip, Registrierung - was ist das?

Von Kennzeichnung spricht man, wenn ein Tier eindeutig mit einer nur einmal vergebenen Nummer oder Zahlenkombination versehen ist. Für die Kennzeichnung gibt es zwei Möglichkeiten: Die unter Narkose stattfindende Tätowierung im Ohr oder Schenkel des Tieres oder das vollkommen schmerzlose Chippen. Die früher gängige Tätowierung wird heute mehr und mehr durch den Mikrochip - auch Transponder genannt - abgelöst. Dies ist dem Umstand geschuldet das eine Tätowierung oft schon nah 5-8 Jahren nicht mehr lesbar ist. Bei der Verwendung eines Mikrochips, wird dem Tier mit einer Spritze einen wenige Millimeter großer Transponder ins Gewebe in die linke Nackenseite (international normierte Stelle) injiziert.

Mit einem Lesegerät, das über den Nacken des Tieres gehalten wird, wird eine Spule im Chip via Radiowellen im Niederfrequenzbereich aktiviert und eine 15-stellige, nur einmal vergebene Nummer wird sichtbar. Der Chip ist entgegen manchen Meinungen vollkommen harmlos und strahlt nicht. Die Kupferspule ist inaktiv und wird nur dann aktiv, wenn ein Lesegerät angehalten wird. Auch ein Wandern des Chips im Körper des Tieres ist äußerst unwahrscheinlich. Schon gar nicht kann der Chip in die Blutbahn oder ins Gehirn gelangen. Die Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung erfolgt beim Tierarzt. Sie ist kostenpflichtig.

Die Kennzeichnung ist allerdings wertlos, wenn sie nicht mit den Tier- und Halterdaten in einer zentralen Datenbank kombiniert wird. Erst beides zusammen, Kennzeichnung und Registrierung, ermöglichen die Identifizierung eines Tieres.

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  • letzte Änderung: Montag, 21. August 2017