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Farbratte
Foto: Michael Kreher

Sommer - auch unsere vierbeinigen Freunde lieben die Wärme, die Sonne und die frische Luft. Damit es unseren Heimtieren gut geht, möchte der Tierschutzverein Marienberg und Umgebung e.V. Ihnen einige hilfreiche Tipps geben, wie Sie das Leben für und mit dem Tier noch angenehmer gestalten können. Auch der Tierschutzbund bietet viele interessante Informationen auf seiner Internetseite zum Thema an: www.tierschutzbund.de.

Hunde

Hunde sind hoch soziale Lebewesen die unter natürlichen Bedingungen (z. B. bei den australischen Wildhunden, den Dingos) ihr ganzes Leben in einem Rudel zubringen. Wer einen Hund halten möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, das ganz und gar von uns Menschen abhängig ist, das Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld benötigt.

Für die Haltung in einer Etagenwohnung sind eher kleinere Hunde geeignet. Ein großer Hund passt besser in ein Haus mit Garten. Doch ob Haus mit Garten oder Stadtwohnung, grundsätzlich gilt: Nur wer viel Zeit hat, sollte sich einen Hund anschaffen! Jeder Hund braucht viel Ansprache, eine gute und konsequente Erziehung und ausgiebige Spaziergänge. Darüber hinaus gibt es rassenspezifische Eigenschaften, die im täglichen Leben eine wichtige Rolle spielen. (Mehr Informationen, speziell zu den einzelnen Rassen finden Sie auf der oben erwähnten Web-Site des Deutschen Tierschutzbundes)

Katzen

Ideale Heime für Katzen sind Gehöfte oder Einfamilienhäuser in einer verkehrsberuhigten Lage, wo die Tiere selbst entscheiden können, wann sie im Haus bleiben oder einen Ausflug machen wollen. Katzen, die keine Erfahrung mit Freiauslauf haben, können auch in einer katzengerecht gestalteten Stadtwohnung ohne Ausgang gehalten werden. Anders als ein Hund kann sich eine Katze lange und ausgiebig mit sich selbst beschäftigen. Wenn eine Katze lange bewegungslos dasitzt, bedeutet das jedoch nicht, dass sie schläft. Vielmehr beobachtet sie ihre Umgebung aufmerksam, am liebsten an einem abwechslungsreichen Fensterplatz. Auch eine Katze braucht viel Ansprache und Zuneigung. Aber meist will sie selbst bestimmen, wann sie mit „ihrem" Menschen schmust oder spielt. Nur wer bereit ist, Streicheleinheiten dann auszuteilen, wenn sie eingefordert werden, und keinen Zwang ausübt, wenn die Katze ihre Ruhe haben will, ist für diese Hausgenossen geeignet.

Früher galt die Katze als typischer Einzelgänger, der gut allein sein kann und daher besonders für den Einpersonenhaushalt in Frage kommt. Heute ist bekannt, dass die Tiere untereinander sehr gesellig sind. Hat eine Katze Freilauf, kann sie Kontakt zu anderen Artgenossen aufnehmen. Ein reiner „Stubentiger" sollte möglichst nicht allein bleiben. In fast jedem Haushalt, der für eine Katze geeignet ist, lassen sich problemlos auch zwei halten.

Goldhamster

Goldhamster sind als Heimtiere recht beliebt. Allerdings ist ihre artgerechte Haltung in der Wohnung kaum möglich. Der ursprüngliche Lebensraum des Goldhamsters ist die syrische Steppe. Dort wohnt der Einzelgänger in einem selbst gegrabenen unterirdischen Röhrensystem. Während der Nahrungssuche legt er große Strecken zurück. Im Laufrad des Käfigs kann der Goldhamster sein enormes Laufbedürfnis nur sehr unzureichend befriedigen. Auslauf in der Wohnung birgt Probleme, da sich Goldhamster hinter Schränken und in engen Zwischenräumen einklemmen können und nichts vor ihren scharfen Zähnen sicher ist.

Goldhamster sind nachtaktiv und werden erst nach dem Einsetzen der Dämmerung munter. Für Kinder, die sich am Tag mit dem Tier beschäftigen wollen, ist er keinesfalls geeignet. Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung dieser Tiere mit zwei bis drei Jahren sehr kurz ist. Der frühe Tod des liebgewonnenen Spielgefährten kann für Kinder eine starke Belastung sein.

Meerschweinchen

Meerschweinchen sind gesellige, tagaktive Tiere. Sie können in der Wohnung gehalten werden, wenn ihre Unterkunft großzügig bemessen ist und ihnen täglich Auslauf gewährt wird. Eine reine Freilandhaltung ist ebenfalls möglich und artgerecht, wenn das Gehege entsprechend groß und angemessen ausgestattet ist. Als gesellige Tiere sollten Meerschweinchen mindestens zu zweit gehalten werden. Kaninchen können einen Artgenossen nicht ersetzen. Meerschweinchen erreichen ein Alter von sechs bis acht Jahren.

Für Kinder sind Meerschweinchen nur bedingt geeignet. Denn anders als Hund und Katze können sie sich, werden sie falsch angefasst, nicht wehren, sondern verfallen als wehrlose Beutetiere in eine Art Schreckstarre. Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere, sondern reine Beobachtungstiere. Wer das akzeptiert, kann an den Tieren viel Freude haben.

Auf der oben bereits erwähnten Web-Site des Tierschutzbundes stehen noch viele Informationen, auch zu den anfallenden Kosten, die bei der Haltung der einzelnen Tierarten anfallen.

Zum Schluss möchten wir noch ausdrücklich daraufhin weisen, keine Tiere, vor allem Hunde bei sommerlichen Temperaturen allein in einem geschlossenen Auto zu lassen. Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos.

 

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  • letzte Änderung: Montag, 21. August 2017