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Situation der Katzen hat sich nach schwierigen Jahren entspannt

In der Marienberger Tierschutzstation werden 19 Tiere versorgt. Zum Vergleich: 2013 waren noch knapp 40 auf die Hilfe angewiesen. Zu tun gibt es dennoch genug vor Ort - auch am heutigen "Tag der Katze".

Luisa Köhler (links) und Carmen Baldauf haben ein Herz für Katzen.
Carmen Baldauf ist die stellvertretende Leiterin der Marienberger Tierschutzstation,
Luisa Köhler nahm gestern eine Katze mit nach Hause. Foto: Jan Görner

Marienberg. Luisa Köhler ist glücklich. Die 17-jährige Lengefelderin hat gerade in der Marienberger Tierschutzstation eine Katze abgeholt. Daisy, eine helles Tier, schaut zwar noch etwa unsicher aus der Transport-Box, wird es aber sicher gut haben bei Familie Köhler. "Wir hatten bis zum Frühjahr eine Katze. Diese ist aber verstorben. Daher haben wir uns nun eine neue geholt", sagt Luisa Köhler. Sie hat sich bewusst für ein Tier aus der Station entschieden. "Wir wollten einem der Tiere hier ein neues Zuhause geben. Außerdem wissen wir, dass die Katze geimpft und kastriert ist."

Geschichten wie diese freuen die Mitarbeiter der Tierschutzstation. Leiterin Ulrike Kreher und ihre Stellvertreterin Carmen Baldauf sowie acht ehrenamtliche Helfer kümmern sich dort derzeit um 19 Katzen, davon sind fünf Kater und sechs Babys. "Derzeit ist die Situation glücklicherweise entspannt. Wir hatten aber auch schon ganz andere Sommer. 2013 zum Beispiel mussten wir knapp 40 Katzen bei uns versorgen", sagt Ulrike Kreher, dabei sei vor Ort eigentlich nur Platz für etwa 30 Stubentiger.

Die Leiterin der Tierschutzstation freut sich, dass die Menschen im Umgang mit Katzen offenbar dazugelernt haben: "Nicht nur, dass wir weniger Fundtiere erhalten haben, auch die Tiere, die zu uns kommen, sind meist in einem recht guten Zustand." Nur zwei Katzen aus Lauta haben ihr in diesem Jahr anfangs Kopfzerbrechen bereitet: "Das waren zwei schlimme Fälle. Die Tiere waren voller Flöhe und Zecken." Im vergangenen Jahr war eine Katze mit mehreren Beckenbrüchen Unfall in der Station an der Stadtmühle abgeben worden. Das Tier hatte einen Verkehrsunfall überlebt.

Im Aufpäppeln der Vierbeiner haben die Marienberger, die für das gesamte Stadtgebiet von Reitzenhain und Satzung bis Lauterbach zuständig sind, Erfahrung. "Die Tiere, die zu uns kommen, werden entwurmt und geimpft. Außerdem müssen sie kastriert werden. Anschließend kann es meist schon in die Vermittlung gehen", sagt Ulrike Kreher. Das heißt, es werden Frauchen und Herrchen gesucht. Doch das ist mitunter nicht einfach. "Schwerer zu vermitteln sind ältere Katzen", erläutert die Tierschützerin. Außerdem hat sie festgestellt, dass es auch bei Katzenfreunden Trends in Sachen Stubentiger gibt. "Schwarz-weiße Katzen sind in diesem Jahr schwerer unter die Leute zu bringen. Beliebt sind hingegen helle und rot-weiße Exemplare." In den Vorjahren sah das anders aus, da wären insbesondere die dunklen Typen beliebt gewesen.

Ein Trend bereitet Ulrike Kreher Sorgen: "Die Zahl der Vermisstenfälle bei Katzen ist 2015 gestiegen. Allein in diesem Jahr wurden wir schon 20 Mal deswegen angefragt." Was sie positiv stimmt, ist die relative geringe Aufenthaltsdauer der Stubentiger in der Station. Lediglich drei Katzen aus dem vergangenen Jahr sind noch im Haus, alle anderen wurden bereits vermittelt.

Demnächst planen die Marienberger Tierschützer einen Anbau an ihre Station. "Wenn wir Fördermittel erhalten, wollen wir 2016 beginnen", sagt Ulrike Kreher. In dem Anbau sollen acht Boxen für Hunde untergebracht werden - denn ab 2016 sollen auch diese ein Heim in Marienberg erhalten. Außerdem wollen die Tierschützer ihr Haus auch innen auf Vordermann bringen. "Das alles wäre aber nicht möglich, ohne die Hilfe unserer Spender und Ehrenamtler", sagt Ulrike Kreher.

Wer helfen will: Der Tierschutzverein Marienberg und Umgebung betreibt seine Station in Marienberg, Stadtmühle 15 b, und ist unter 03735 660852 zu erreichen.

Von Daniel Bagehorn erschienen am 08.08.2015 in der Freien Presse

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/MARIENBERG/Situation-der-Katzen-hat-sich-nach-schwierigen-Jahren-entspannt-artikel9269461.php

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  • letzte Änderung: Montag, 21. August 2017