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Bild: bykst / Pixabay.com

Zum Start der zwölften Verhandlungsrunde über das transatlantische Freihandels-abkommen TTIP in Brüssel fordert der Deutsche Tierschutzbund klare Regelungen in Sachen Tierschutz. Der Verband drängt auf ein eigenständiges Vertrags-kapitel zum Tierschutz. TTIP ist Vorbild für die Welthandelsorganisation (WTO) und einer Vielzahl bilateraler Handelsabkommen, die derzeit verhandelt werden. Deshalb ist ein Tierschutz-Durchbruch bei TTIP jetzt entscheidend.

Zu den verschiedensten Themen, von Textilien über Autos bis zu hin zu Chemikalien oder der Lebensmittelsicherheit, gibt es im TTIP eigenständige Kapitel. Tierschutz ist, wenn überhaupt, nur ein Anhängsel. „Wenn das so bleibt, droht eine Tierschutz-Abwärtsspirale“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Autos sind nicht wichtiger als Tiere. Wir brauchen klare und umfassende Regelungen, um den Schutz von Tieren aufrecht zu erhalten und weiter entwickeln zu können - um der Tiere willen, aber auch um dem ethischen Empfinden der Bevölkerung Rechnung zu tragen.“

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung müssten diesseits und jenseits des Atlantiks die bestmöglichen Standards gelten, Genmanipulation und Klonen müssten unterbunden, tierversuchsfreie Forschungs- und Prüfverfahren gemeinsam vorangetrieben werden. Im Zweifelsfall müssten auch einseitige Maßnahmen, wie Einfuhrverbote für tierschutzwidrig erzeugte Waren, zulässig sein.

„TTIP ohne Tierschutz darf es nicht geben“, so Schröder. TTIP soll nach dem Willen der Verhandler neue Maßstäbe setzen. Dazu gehöre eben auch, den Schutz von Tieren als Notwendigkeit anzuerkennen und entsprechend auszuarbeiten. Dies könne auch für die Fortentwicklung der WTO Regularien wegweisend sein.

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  • letzte Änderung: Montag, 21. August 2017