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Foto: Andreas Genske / Pixabay.com

Wer seinen Urlaub im Ausland verbringt, kommt meist ganz unbedacht mit zahlreichen Tierschutzproblemen in Berührung - angefangen bei einem tierischen Erinnerungsfoto, das gegen Bezahlung angeboten wird, unterhaltsamen Tiershows oder Tierkämpfen, wie dem traditionellen Stierkampf in Spanien. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an alle Urlauber, das Leid der Tiere nicht zu unterstützen. Nur wenn Reisende entsprechende Angebote meiden, lassen sich Verbesserungen für die Tiere vor Ort erreichen.

„Nicht nur im eigenen Heimatland, sondern auch im Urlaub sollte man ein Gespür für offensichtliches oder verstecktes Tierleid haben“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Oftmals werden Tiere nur zur Belustigung der Menschen vorgeführt und gequält. Meist fristen sie ein Leben voller Entbehrungen, das den Touristen zwar oft verborgen bleibt, dass sie aber in keinem Fall unterstützen sollten."

Auch Reiseveranstalter sind bereits auf das Problem aufmerksam geworden und haben zum Teil „tierische Angebote“, wie etwa Elefantenritte, aus ihrem Programm genommen. Elefanten, die für diese Touristenattraktion zum Einsatz kommen, müssen zuvor „gebrochen“, also unterworfen werden, was mit Anketten, Fesseln und Schlägen erreicht wird. Noch immer bewerben einige deutsche Reiseveranstalter auch den Besuch von Delfinshows und fördern damit sowohl direkt die Gefangenschaftshaltung dieser Tiere als auch indirekt den Fang von freilebenden Delfinen, wie bei den blutigen Treibjagden im japanischen Taiji.

Niedliche Fotomotive

Ein Kuss für einen Delfin, ein tanzendes Äffchen oder ein Papagei auf der Schulter - Immer wieder posieren Touristen auch mit Tieren für hübsche Erinnerungsfotos. Dabei sorgt das ständige Anfassen durch fremde Menschen für enormen Stress bei den Tieren. Einige – wie beispielsweise Affen – werden schon als Jungtiere gefangen, wobei die Tötung der Mutter meist unumgänglich ist. Auch nachgezüchtete Löwenjunge werden auf manchen südafrikanischen Farmen ihren Müttern nach kurzer Zeit weggenommen. Als Jungtiere dienen sie als niedliches Fotoobjekt für Touristen. Später werden sie, obwohl an den Menschen gewöhnt und halbzahm, beim sogenannten „Canned hunting“ für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben.

Tödliche Tierkämpfe

Ebenso blutig sind auch Tierkämpfe, wie der in Spanien traditionelle Stierkampf, der 2013 sogar zum immateriellen Kulturgut erklärt wurde. In den Arenen, aber auch in den Übungsanstalten für Toreros, finden viele der Tiere einen grausamen Tod. Auch in Frankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien finden tödliche Stierkämpfe statt. Der Deutsche Tierschutzbund ruft alle Touristen dazu auf, solche Spektakel zu boykottieren.

 

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  • letzte Änderung: Freitag, 13. Oktober 2017