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Poster A4
Bild: Michael Kreher
Hund_Strand
Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Wenn in den kommenden Tagen und Wochen die Sommerferien beginnen, stehen viele Tierhalter vor der Frage, wer das Tier im Urlaub betreuen kann. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps zur Urlaubszeit und hilft – gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen - mit der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ Tierhalter und mögliche Betreuer zusammenzubringen.

Am 02.06.2018 war Radio Erzgebirge bei uns zu Besuch.

Kater
drei bis vier Jahre alt

Hänsel ist ein verschmuster Kerl. Und ein bisschen zu dick ist er, denn in Streichel- und Schmusepausen isst er am liebsten. Über seine Vergangenheit ist nicht viel bekannt, er kam als Fundkatze in die Tierschutzstation. Komisch, dass er nirgends vermisst wird, denn er ist sehr menschenbezogen und hat bestimmt schonmal ein richtiges Zuhause gehabt. Hänsel lässt sich sogar rumschleppen und hochnehmen, sogar von kleinen Kindern - also zumindest, wenn die stattliche sechs Kilo stemmen können. Ein bisschen Bewegung und Spielen würde Hänsel gut tun, da sind sich die Leute vom Tierschutz sicher.

Veröffentlicht am 08.06.2018 von Radio Erzgebirge

https://www.radioerzgebirge.de/sendungen/andre-und-die-morgenmaedels/#!/beitrag/notfellchen-kater-haensel-539618/

Maikätzchen
Foto: Michael Kreher

In den kommenden Wochen ist in den Tierheimen wieder mit einer vermehrten Aufnahme von Katzenkindern, den „Maikätzchen“, zu rechnen. Ursache der alljährlichen Katzenschwemme sind unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten und frei lebende Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher mit seiner Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ an alle Katzenhalter, ihre Tiere kastrieren und zur Identifizierung ebenfalls kennzeichnen und registrieren zu lassen. Gleichzeitig nimmt der Verband aber auch die Politik in die Pflicht.

„Verantwortungsvolle Katzenbesitzer lassen ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren, damit die Population der Straßenkatzen nicht noch weiter ansteigt“, sagt Moira Gerlach, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Damit die Anzahl der Straßenkatzen nachhaltig und tierschutzgerecht verringert werden kann, fordert der Verband auch die Einführung einer flächendeckenden, möglichst bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten. „Viele Städte und Gemeinden gehen mit gutem Beispiel voran und haben schon entsprechende Verordnungen erlassen“, so Schröder. Die Tierschützer sehen Bund, Land und Kommune zudem in der Pflicht, Tierschutzvereine finanziell bei Kastrationsaktionen zu unterstützen.

Hintergrund

Geschätzte zwei Millionen frei lebende Katzen gibt es bundesweit. Sie stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten oder ausgesetzten Tieren ab. Als domestizierte Haustiere sind diese Katzen auf menschliche Zuwendung angewiesen. Viele der Straßentiere leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung. Die einzige nachhaltige und tierschutzgerechte Methode, um ihre Zahl in den Griff zu bekommen und das Leid langfristig zu minimieren, ist die Kastration – ein Routineeingriff. Tierschutzvereine fangen die Straßenkatzen dazu ein , lassen sie nach einer Erholungszeit in ihrem Revier wieder frei und betreuen die Populationen weiterhin an Futterstellen. Die Tiere werden zudem gekennzeichnet und registriert.

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