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Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April fordert der Deutsche Tierschutzbund eine Gesamtstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen und eine Änderung des Tierschutzgesetzes. Allein in Deutschland „verbrauchen“ Forschungsinstitute, Universitäten und Industrie rund drei Millionen Tiere pro Jahr in Tierversuchen. Der Tag des Versuchstieres sollte Startpunkt für ein Umdenken sein – für eine moderne tierversuchsfreie Forschung, so die Tierschützer.

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Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Sobald es in den kommenden Tagen etwas wärmer wird, werden sich Kröten und andere Amphibien wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichplätzen begeben. Da die Tiere auf ihrem Weg oftmals Landstraßen überqueren müssen, werden sie vielfach Opfer des Verkehrs. Der Deutsche Tierschutzbund bittet daher Auto- und Motorradfahrer um Vorsicht. Damit die Tiere eine Chance haben, sollte man vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 fahren, rät der Deutsche Tierschutzbund.

„Sobald die Temperaturen steigen, rechnen wir für ein paar Wochen mit sogenannten Massenwanderungen“, erklärt Denise Ade, Referentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Millionen Amphibien – Kröten, Frösche und Molche – verlassen dann ihre Winterquartiere und machen sich oft zeitgleich auf den Weg, um ihre gewohnten Gebiete zum Ablaichen aufzusuchen. „Meist sind die Tiere in verregneten und frostfreien Nächten unterwegs, in der Regel ab Einbruch der Dämmerung und bis circa Mitternacht“, weiß Ade.

Das immer dichter werdende Straßennetz bedeutet Lebensgefahr für die wandernden Tiere. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, vor allem Erdkröten, die in großer Zahl unterwegs sind. Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten: Dieser bringt die Blutgefäße der Tiere zum Platzen. „Daher ist es besonders wichtig, beim Auto- oder Motorradfahren die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn Amphibien auf Wanderschaft sind“, sagt Ade.

Tierschutz-Einsatz bei Krötenwanderungen

Besonders von Krötenwanderungen betroffene Straßen werden vereinzelt gesperrt. An manchen Stellen helfen Krötentunnel oder –brücken den Tieren bei der sicheren Überquerung der Straßen. Andernorts sind Tierschützer im Einsatz, die Krötenzäune errichten, diese kontrollieren und die Tiere in Auffangeimern über die Straße tragen. Den vielen ehrenamtlichen Tierfreunden verdanken hunderttausende Amphibien ihr Weiterleben und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen. Diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz kann jeder leisten. Interessierte können sich beispielsweise beim örtlichen Tier- oder Naturschutzverein melden.

Aber auch als Gartenbesitzer kann man Schutzquartiere für Amphibien schaffen – in Form von Komposthaufen, Steinhügeln oder Altholzhaufen, in denen sich die Tiere gern verkriechen. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Keller und Kellerschächte sollten Tierfreunde mit einem Schutzgitter abdichten oder sie regelmäßig auf ungewollt gefangene Amphibien kontrollieren.

Hase

Am 20.03.2018 wurde ich an der Silberallee in Marienberg gefunden. Ich bin männlich und nicht kastriert. Mein Frauchen bzw. mein Herrchen findet mich beim Tierschutzverein, wo ich auf sie warte.

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Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Am Freitag, den 2. März entschied der Bundesrat über einen Verordnungsentwurf der Bundesregierung, mit dessen Hilfe das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland verhindert werden soll. Der vom Kabinett am 21. Februar 2018 beschlossene Verordnungsentwurf sieht u.a. vor, die Schonzeit für Schwarzwild aufzuheben. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Wir appellieren an den Bundesrat, dem Verordnungsentwurf in dieser Form nicht zuzustimmen. Es kann nicht sein, dass man aufgrund etwaiger Katastrophenszenarien den Tierschutz in der Verordnung außen vor lässt. Wildschweine, die das Virus noch nicht einmal selbst nach Deutschland tragen werden, sollen offenbar als Sündenböcke herhalten.

Schon jetzt werden jedes Jahr über eine halbe Million Wildschweine getötet – ohne dass dies Auswirkungen auf das Populationswachstum hat. Die Aufhebung von Schonzeiten betrifft vor allem biologisch sensible Zeiten im Spätwinter und beeinträchtigt durch die Unruhe, die eine Bejagung mit sich bringt, auch andere Tierarten. Wenn Schonzeitaufhebungen und Schüsse in Rotten mit führenden Sauen zugelassen oder stillschweigend akzeptiert werden, ist dies aus Tierschutzsicht inakzeptabel. Das gleiche gilt für Saufänge, die in manchen Bundesländern verstärkt zum Einsatz kommen sollen.“

Der Deutsche Tierschutzbund forderte, den entsprechenden Artikel ersatzlos aus der Verordnung zu streichen. Stattdessen sollte sich die Bundesregierung auf die anderen in der Verordnung vorgeschlagenen Maßnahmen konzentrieren. Diese betreffen zum Beispiel Hygienemaßnahmen auf landwirtschaftlichen Betrieben, die Reinigung und Desinfektion von Transportfahrzeugen, das Verbringen von Schweinen und Fleischerzeugnissen sowie die Verwendung von Heu, Stroh und Gras aus gefährdeten Gebieten.

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